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Physiotherapie

Was ist Physiotherapie?

Physiotherapie ist die äußerliche Anwendung von Heilmitteln. Sie orientiert sich bei der Behandlung sowohl an den natürlichen chemischen, physikalischen und mechanischen Reizen der Umwelt (z.B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) als auch an den anatomischen und physiologischen Gegebenheiten des Patienten.

Dabei zielt die Behandlung auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z.B. Muskelaufbau, Stoffwechselanregung) zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.

An folgenden Organ- und Funktionssystemen wirkt die Physiotherapie:

  • Bewegungssystem
  • Bewegungsentwicklung und -kontrolle
  • Innere Organe
  • Erleben und Verhalten

Physiotherapeuten können mit ihren Behandlungsmaßnahmen an allen vier Organsystemen mit wechselndem Schwerpunkt wirken.

Die Physiotherapie besteht aus diversen Behandlungstechniken, wie z.B.: Manuelle Therapie nach Kaltenborn, Maitland, McKenzie, Cyriax, Sachse, Brügger und Butler, Funktionelle Bewegungslehre (FBL), sowie die neurologischen Behandlungstechniken und Konzepte: Vojta Therapie, Bobath-Konzept, Osteopathie, PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation).

Welche physiotherapeutischen Leistungen können bei uns
in Anspruch genommen werden?

  • Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage
  • KG-Gerät
  • Krankengymnastik im Bewegungsbad
  • KG n. Bobath
  • PNF
  • Manuelle Therapie
  • Lymphdrainage
  • Massage
  • Unterwassermassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Fußpflege
  • Kälte- und Wärmebehandlung
  • Ultraschallbehandlung
  • Stangerbad
  • Dorn - Massage
  • Heiße Rolle BGM
  • Fango, Rotlicht

Wie erhalten Sie Physiotherapie?

In Deutschland ist die physiotherapeutische Tätigkeit an eine ärztliche Verordnung (Rezept) gebunden. Dabei wählt der Arzt nach seinem Ermessen geeignete Behandlungsmaßnahmen für den Patienten aus dem Katalog der Heilmittel-Richtlinien. Mit diesem Rezept können sie nach Terminabsprache die physiotherapeutische Behandlung beginnen.

Wer bezahlt die Physiotherapie?

Die Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten. Bei Erwachsenen ist der gesetzliche Eigenanteil selbst zu tragen, sofern keine Befreiung vorliegt.

Massage

Wozu Massagen?

Unter dem Begriff der Massage werden in der Medizin alle Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Reizung der Haut bzw. darunter liegende Schichten zu Heilzwecken dienen. Neben der klassischen Massage zählen hierzu auch spezielle Techniken wie die Bindegewebsmassage, Lymphdrainage oder die Periostmassage.

Kranke genesen schneller, wenn sie häufiger berührt werden. Dabei wirkt die Massage nicht nur bei verspannten Muskeln oder Rückenbeschwerden, einer der Hauptgründe für das Verordnen von med. Massagen durch den Arzt.

Studien belegen, daß Massage nicht nur den Pegel der Streßhormone im Körper senkt, sondern sogar eine Gegenreaktion in Gang setzt. Im Gehirn wird Oxytocyn ausgeschüttet, so eine Theorie, ein Hormon, das beim Stillen oder auch beim Orgasmus den Körper überflutet.

Dass Massagen Verkrampfungen lösen können und gleichzeitig in Haut und Muskeln die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen, leuchtet selbst medizinischen Laien ein. Das Geheimnis der uralten Heilmethoden aber liegt in ihrer magisch anmutenden Fernwirkung über ein Netzwerk von Nerven oder Energiebahnen:

Erfahrene Masseure beherschen die Kunst, über Druckpunkte oder Linien an Fußsohlen, Handflächen oder Rücken die Funktionen von Leber, Magen oder Nasennebenhöhlen zu steuern.

Nach Vorstellungen der westlichen Medizin wird bei der Reflexzonenmassage Haut und Bindegewebe mit feinen Fingerstrichen so gegeneinander verschoben, daß bestimmte Hautrezeptoren gereizt werden. Sie senden Nervensignale an das Gehirn, die dort verarbeitet und reflektorisch an jene vegetativen Nervenfasern weitergeleitet werden, die unsere Organe versorgen.

Die asiatische Volksmedizin hingegen spricht von Meridianen, durch die Energieströme zu den einzelnen Organen fließen. Blockaden sollen sich durch Shiatsu oder Akupressur beheben lassen.

Mit der Zeit haben sich viele Formen der Massage herausgebildet. Je nach Typ, Lebensstil oder Beschwerden führen unterschiedliche Methoden der Massage zum gewünschten Erfolg. Die Massage beeinflusst den Organismus auf ganz vielfältige Weise und die einzelnen Wirkungen ergänzen sich zu einer Behandlung, die den ganzen Körper umfasst.

Als mögliche Wirkungen sind zu nennen:

  • Steigerung der Durchblutung von Muskeln und Bindegewebe
  • Entstauung von Venen und Lymphgefäßen
  • Regulierung der Muskelspannung
  • Reduktion des Schmerzempfindens
  • Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
  • psychische Entspannung

Klassische Massage

Unschlagbar bei verkrampften Muskeln und psychischen Formtiefs ist die schwedische Massage, eine klassische Knetkur.

Dies ist die häufigste Art der Anwendung, da sie meistens durch den Arzt verordnet wird. Bei dieser Art der Massage werden in Reihenfolge Streichungen, Reibungen, Hautverschiebungen, Knetungen, Zirkelungen, Klopfungen, Schüttelungen und Vibrationen angewendet. Je nach Indikation (Heilanzeige, zwingender Grund zur Anwendung eines bestimmten Heilverfahrens) und bestimmter Grifftechniken werden hyperämisierende (durchblutungsfördernde), tonisierende (durch Nerveneinfluß ständig bestehender schwacher Spannungszustand der Gewebe) und schmerzlindernde Wirkungen erzielt.

Wie sie wirkt: Durch kräftiges Streichen, Kneten und Reiben werden selbst große Muskelgruppen wieder geschmeidig weich und gut durchblutet. und der Stoffwechsel wird angeregt. Die Massage sollte keine Schmerzen verursachen, weil die Muskulatur sonst in eine Abwehrspannung fällt und die Wirkung ausbleibt.

Die Muskelmassage kann etwa bei Menschen die vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben, Rückenschmerzen lindern. Sie ist aber kein Ersatz für aktives, muskelstärkendes Körpertraining.

Nach dem Sport beugt Massage dem Muskelkater vor.

Schönheitsfaktor: Der gesteigerte Lymphfluß schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe. Wirkt wie eine Frischzellenkur für Haut und Muskeln.

Hot Stone Massage

Die Massage wird durch Anwendung vulkanischen Lavasteins (Basalt) durchgeführt, das in Wasser erhitzt wird. Die glatten, glänzenden Steine besitzen die Fähigkeit, Wärme lange zu speichern und stehen in verschiedenen Größen zur Verfügung. Sie werden auf die Energiepunkte entlang der gezeichneten Energielinie des Köpers gelegt und können so bereits vor Beginn der Massagebehandlung ihre Wärme in Form von Thermotherapie an die Muskulatur abgeben. Die von den Steinen erzeugte Wärme beschleunigt die Blutzirkulation und demzufolge werden die Zellen und das Gewebe vermehrt mit Sauerstoff versorgt. Auf den Rest des Körpers wird warmes Mandelöl einmassiert. Dann wird ein Stein nach dem anderen massierend, d.h. kreisend und streichend, weggenommen.